Aus
der Ortschaftsratssitzung vom 15.01.2002
Der
Ortschaftsrat Wettersbach hat in
seiner 24. Sitzung am Dienstag, 15. Januar 2002, folgendes beraten und
beschlossen:
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1 - Baumaßnahme B-3-Umgehung Der Ortschaftsrat wurde vom Leiter des Straßenbauamt.
Karlsruhe,
Herrn Schnabel, und seinem Vertreter, Herrn Oberbauleiter Maier-Bätz, der
B3-Umgehung in Wolfartsweier informiert. Auslöser für den plötzlichen
Baubeginn der B3-Umge-hung in Wolfartsweier waren die überraschenden Erlöse
aus dem Verkauf der UMTS - Lizenzen.
Der
Spatenstich für die B3-Umgehung in Wolfartsweier war am 6.7.2001. Wegen des
sehr schwierigen Baugrundes musste die Fundamentierung der Stützwand für die
Brückenrampe entlang des Wetterbaches verbreitert werden, was zur Sperrung der
L623 für den Individualverkehr geführt hat. Diese Situation dauert seit dem
5.11.2001 an.
Voraussichtlich
ab Mitte Mai 2002 soll die Baustelle wieder halbseitig mit Ampelverkehr
durchfahren werden können. Im Oktober 2002 wird die Baustelle aber dann wieder
für einen Zeitraum von sechs Monaten voll gesperrt werden müssen (auch für
den Linienbusverkehr), da dann die L623 an das fertige Brückenbauwerk
angeschlossen werden wird.
Ab
voraussichtlich April / Mai 2003 wird die L623 auf neuer Trasse bis zur alten B3
befahrbar sein, wobei aber weiterhin mit Behinderungen im Zuge der
Anschlussbauwerke an die Südtangente westlich der Killisfeldstraße gerechnet
werden muss. Die Gesamtmaßnahme B3-Umgehung Wolfartsweier soll ca. Ende 2004
fertiggestellt werden.
Auf
Rückfragen verschiedener Ortschaftsräte, weshalb die Komplikationen so überraschend
aufgetaucht seien, wurde mitgeteilt, dass Probebohrungen sehr wohl erfolgt sind,
aber nicht die vorgefundenen Baugrundverhältnisse in allen Punkten
wiederspiegelten. Für die äußerst ungenügende Informationspolitik, und der
wirklich späten Information der Ortschaften, entschuldigte sich Herr Schnabel,
soweit es im Verantwortungsbereich seiner Behörde gelegen haben, und sicherte
der Ortsverwaltung zu, diese in Zukunft vorab über alle relevanten
Baufortschritte oder Veränderungen umgehend in Kenntnis zu setzen. Der
Ortschaftsrat wird sich nach dem Abschluss der kritischen Bauphase selbst ein
Bild über den Fortgang der Arbeiten an der B3-Umgehung verschaffen, auch um die
Bürger rechtzeitig über den Fortgang der Bauarbeiten und der damit zusammenhängenden
Verkehrsbehinderungen informieren zu können.
Eine
Freigabe der jetzigen Baustraßen für den Individualverkehr ist nicht möglich,
da die Übernahme der Verkehrssicherungspflicht für die ausführende Baufirma
nicht gewährleistet werden kann.
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2 - Beratung zweiter Nachtragshaushalt 2002
-
Teilhaushaltsplan Wettersbach -
Streichung
der Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses
In
Stellvertretung des abwesenden Ortsvorstehers Herrn Frank unterstreicht Herr
Ortschaftsrat Tilman Pfannkuch die Vorstellung der Verwaltung und gibt bekannt,
dass der Ortschaftsrat in seiner nichtöffentlichen Sitzung vom 04.12.2001 wie
folgt beschlossen hat: Der Gemeinderat der Stadt Karlsruhe wird aufgefordert,
die Zurückstellung des Haushaltsansatzes 2002 für den Umbau und Verbesserung
des Feuerwehrgerätehauses in Wettersbach zurückzunehmen.
Herr
Ortschaftsrat Roland Jourdan verweist eindringlich auf die Notwendigkeit der
Feuerwehrhauserweiterung mit folgenden Zahlen:
Die
Freiwillige Feuerwehr Wettersbach hat zur Zeit 44 aktive Mitglieder (Männer und
Frauen) sowie 20 Jugendliche in der Jugendfeuerwehr. Im Jahr 2001 musste die
Freiwillige Feuerwehr Wettersbach über 50 Einsätze fahren. Das Einsatzgebiet
umfasst dabei sämtliche Bergdörfer sowie die A 8 zwischen dem Autobahndreieck
und der Abfahrt Wilferdingen.
In
2001 rückte die Feuerwehr zu folgenden Einsätzen aus:
Es
mussten 20 Brände gelöscht werden, 27 Unfälle auf der A 8 wurden betreut
sowie 17 weitere Einsätze.
Hierfür
stehen der Feuerwehr fünf Fahrzeuge zur Verfügung, die zwischen 15 und 25
Jahre alt sind.
Das
jetzige Feuerwehrgerätehaus wurde 1964 als Fahrzeughalle gebaut. Danach wurde
es umgebaut und bekam neue Tore. Bis zum heutigen Zeitpunkt müssen sich die
Feuerwehrleute vor ihren Einsätzen in ungeheizten Räumen umziehen. Es gibt bis
heute keine Dusch- und Waschräume, geschweige denn getrennte Einrichtungen für
Männer und Frauen. Bereits letztes Jahr wurde die Beschaffung des neuen Löschfahrzeuges
von der Haushaltsliste gestrichen.
Die
Vorschriften besagen, dass die Eintreffzeit an einem Unfallort nicht mehr als
zehn Minuten betragen darf. Die Berufsfeuerwehr Karlsruhe kann in den Bergdörfern
diese Eintreffzeiten nicht erfüllen und ist damit in jeder Hinsicht auf die
Freiwillige Feuerwehr Wettersbach angewiesen. Herr Jourdan teilt mit, dass vor
dem Hintergrund ständiger Streichungen die Motivation der Einsatzleute sinkt.
Herr
Ortschaftsrat Günther Wipper weist darauf hin, dass das Jahr 2001 das Jahr des
Ehrenamtes war, man sich aber für diese Worte offensichtlich nichts kaufen könne.
Seitens
der Ortsverwaltung Wettersbach wird der aktuellste Finanzplan, der auch die
Finanzplanungen der Jahre 2003 bis 2005 umfasst, vorgestellt. Hierin ist die
Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses überhaupt nicht mehr enthalten. Ob es
sich hierbei nur um einen redaktionellen Fehler handelt, muss geklärt werden.
Der
Ortschaftsrat forderte einstimmig, dass die für die Erweiterung des
Feuerwehrhauses erforderlichen Mittel wieder eingestellt werden müssen.
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3 - Bürgerbeteiligung an dem Projekt City 2015
Auch
im Bezug auf die langfristige Entwicklung der Karlsruher Innenstadt hat der
Ortschaftsrat ein Interesse daran, bei der Gestaltung mitzuwirken. Als Vertreter
des Ortschaftsrates für die Facharbeitskreise zum Beteiligungsverfahren am
Projekt City 2015 schlagen die Fraktionen Frau Ortschaftsrätin Beatrix Raviol
und Frau Ortschaftsrätin Christina Schmittner vor. Diese werden als Vertreter
einstimmig gewählt und aufgefordert, dem Ortschaftsrat von dem Fortgang der
Arbeiten in dem Facharbeitskreis zu berichten.
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4 - Antrag der CDU/FWV - Fraktion über einen Termin bzw. Ablaufplan für die
Bearbeitung städtebaulicher Fragen in Wettersbach
Für
die CDU/FWV - Fraktion erläuterte Herr Ortschaftsrat Torsten Claupein den
Antrag. Hierbei wurden die vom Ortschaftsrat auf den Weg gebrachten Projekte und
deren Planungsstand geschildert.
Im
Einzelnen sind dieses:
-
Betreutes Wohnen in Wettersbach
-
Wertstoffstation Wettersbach
-
Verlegung Festplatz
-
Bebauungsplan Wohngebiet ,,Ob den Gärten/Neufeld"
-
Bebauungsplan Mischgebiet/Gewerbegebiet ,,Im Winterrot"
-
Bebauungsplan Wohngebiet ,,Am Berg"
Hierbei
wurde der insgesamt schleppende Vorgang kritisiert und nach Erklärungen
gefragt.
Im
Einzelnen wurde von der Verwaltung darauf hingewiesen, dass von Herrn Oberbürgermeister
für das Frühjahr 2002 eine Strukturplanung für das betreute Wohnen in
Wettersbach zugesagt worden ist. Für die Umplanung der Wertstoffstation soll
laut Herrn Oberbürgermeister die Ortsverwaltung Wettersbach die Federführung
übernehmen.
Für
die Beplanung des Neubaugebietes ,,Ob den Gärten/Neufeld" und des
Mischgebietes ,,Im Winterrot" hat der Ortschaftsrat entschieden, dass
dieser Ausbau in Teilschritten erfolgen soll. Die notwendige Planung ist u.a.
wegen der schwierigen Topographie nicht einfach.
Über
das Erfordernis einer zügigen Umsetzung dieser Planung wurde kontrovers
diskutiert, indessen wurde aber betont, dass die Bürger konkrete zeitliche
Vorgaben erwarten dürfen.
Zur
Beschleunigung und Vereinfachung der Vorgaben für das Projekt ,,Betreutes
Wohnen" will der Ortschaftsrat auf Anregung von Herrn Ortschaftsrat Rudi
Kappler in einer seiner nächsten Sitzungen über den Standort des neuen
Festplatzes entscheiden.