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30.03.2008
Diese Chronik wurde
entnommen aus dem Festbuch der Freiwilligen Feuerwehr Grünwettersbach "zum
50jährigen Jubiläum vom 18. bis 25. Mai 1974". Die Chronik wurde
von Günther Löffler geschrieben.
Die freiwillige Feuerwehr Grünwettersbach
Die Freiwillige Feuerwehr Grünwettersbach, als eine feste Organisation,
mit eigener Satzung und Verwaltung, wie sie heute besteht, wurde am 12.
Oktober 1924 gegründet. Der Anstoß eine freiwillige Feuerwehr ins Leben zu
rufen, ging damals vom Bürgermeisteramt aus, das die Männer der Gemeinde
aufgefordert hatte, sich zur Gründung einer Feuerwehr im Bürgersaal des
Rathauses einzufinden. Die 54 Männer, die dem Aufruf folgten, und sich zu
der Gründungsversammlung angemeldet hatten, waren nahezu vollständig
erschienen. Der in dieser Versammlung anwesende
Bezirks-Feuerlöschinspektor Bull aus Durlach, machte die Anwesenden
zunächst mit den Zielen und Aufgaben einer freiwilligen Feuerwehr
vertraut. Den Ausführungen des Bezirks-Feuerlöschinspektors schlössen sich
dann sogleich die Wahlen für eine Wehrverwaltung an. Zum 1. Kommandanten
wurde Bürgermeister Josef Lehmann und zum 2. Kommandanten Gemeinderat
Hermann Ruff gewählt. Als Adjutant wurde Oberlehrer Gottlob Gaukler
bestimmt.
In
einer zwei Wochen später einberufenen Versammlung wurde von den
Mitgliedern die Anschaffung von Uniformröcken und Helmen beschlossen. Die
Bestellungen gingen an die Firma Bekleidungswerk Karlsruhe und an die
Firma C. Beuttenmüller in Bretten. Ebenfalls in dieser Versammlung wurden
die Mannschaften in zwei Züge eingeteilt. Zum Zugführer für den 1. Zug
(Steiger, Retter- und Leitermannschaft) wurde Gottfried Höckele und für
den 2. Zug (Hydranten- und Spritzenmannschaft) Kaufmann Karl Höger
gewählt. Zu Spiel-Seuten wurden gewählt: August Faaß und Albert Berger,
als Tamboure; August Steppe und Ernst Ellenberger als Hornisten. Die
beiden Wehrmänner Rudolf Gräber und Friedrich Hermann sollten als
Elektriker, bzw. Sanitäter ausgerüstet werden. Die erste „Feuerprobe"
wurde auf Sonntag, den 2. November 1924 angesetzt.
Bei der am 8. Januar 1925 in das Gasthaus Adler einberufenen
Mitgliederversammlung berichtete Kommandant Lehmann von den
Schwierigkeiten bei der Geldbeschaffung für die weitere Ausrüstung der
Wehr. Eine vorgesehene weitere Bestellung an Ausrüstungsgegenständen, wie
Helme, Gurte und Äxte mußte zurückgestellt werden, bis die
Landes-feuerwehrunterstützungskasse die erforderlichen Mittel zur
Verfügung gestellt hatte. Aus einer Aufstellung aus dem Jahre 1924 geht
hervor, daß für die anfängliche Ausrüstung der Freiwilligen Feuerwehr
Gesamtkosten in Höhe von 3371,— Mark entstanden sind. Von der
Landesfeuerwehrkasse wurden 2000,— Mark und von der Gemeinde 1143,— Mark
übernommen. Die Feuerwehr selbst hatte schließlich noch 228,— Mark
aufzubringen. Am 24. 2. 1925 beschloß die Verwaltung der Wehr, daß der
Vereinsdiener bei den Mitgliedern Geldbeträge für die Uniformröcke erheben
solle, damit die Firma Badische Bekleidungswerke in ihren Forderungen
befriedigt werden könne.
Da
die Feuerwehr in den Monaten ihres Bestehens noch keine Satzung hatte,
wurde eine Mustersatzung vom Badischen Landesfeuerwehrverband beschafft
und diese in Abänderung einiger Paragraphen für die Feuerwehr
Grünwettersbach als gültig erklärt Dieser Satzung entsprechend wurden als
Vertrauensleute in den Verwaltungsrat Christian Scheuerer (I.Zug), Karl
Friedrich Link (2. Zug), Karl Durban (3. Zug) und Alt-Bürgermeister
Leopold Rohrer als Zeugwart gewählt. Die Verwaltung der Feuerwehr setzte
sich damit zusammen aus dem 1. und 2. Kommandanten, dem Adjutanten, 3
Zugführern, 3 Vertrauensleuten und einem Zeugwart. Zum Vereinsdiener wurde
Karl Johann Faaß bestimmt,
Am
Samstag, den 24. Oktober 1925 fand die erste Spätjahrshauptübung statt.
Als Brandobjekt hatte man die Anwesen des Gottfried Wolfinger und des
Zimmermannes Johann Herrmann an der Hauptstraße ausersehen. Im Anschluß an
die Übung ging es in einem Fackelzug durch das Dorf, bis zum Gasthaus
Adler, zu einem gemütlichen Beisammensein bei Musik und Tanz. Aus einem
Bericht des Feuerlöschinspektors für den Amtsbezirk Karlsruhe aus dem
Jahre 1925 geht hervor, daß die Hauptübung ergeben hat, daß die Wehr in
guter Verfassung ist und ihre Führung in guten Händen liegt,
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inzwischen waren Bestrebungen in Gang gekommen, um die Zusammenarbeit
zwischen der Freiwilligen Feuerwehr und der Freiwilligen Sanitätskolonne
enger zu gestalten. Eine am 13. Juni 1926 einberufene
Mitgliederversammlung der Feuerwehr hatte über einen vorliegenden Antrag
auf die Eingliederung der Sanitätskolonne in die Feuerwehr zu entscheiden
und stimmte dann auch dem Antrag zu.
Zwei Jahre nachdem die Freiwillige Feuerwehr ins Leben gerufen wurde, am
30. Oktober 1926, veranstaltete die Wehr im Rahmen der Spätjahrshauptübung
im Lamm-Saal ihre Gründungsfeier. Zu diesem Fest, das man würdig beging,
wurden die Feuerwehren aus Durlach und Hohenwettersbach, die örtlichen
Vereine und ältere Bürger von Grünwettersbach eingeladen. Als besonderer
Gast weilte Feuerlöschinspektor Bull aus Durlach unter den Anwesenden.
Zu
ihrem wirklich ersten Einsatz, allerdings gegen das Urelement Wasser,
wurde öle Feuerwehr im April des Jahres 1931 gerufen. Lang anhaltender
Regen hatte dazu geführt, daß sich an der östlichen Talseite die Erdmassen
an dem Steilhang lösten und ins Rutschen gerieten. Dabei wurde der Giebel
der Scheune des Jakob Berger (Zigarrenmacher) in der unteren Hauptstraße
eingedrückt. Um eine weitere Einsturzgefahr zu verhindern, mußte die Wehr
das ganze übrige Gebäude abstützen. Ein dreiviertel Jahr später, am 3.
Januar 1932, nachts um 1 Uhr mußte die Freiwillig© Feuerwehr erstmals
gegen den Roten Hahn antreten. Die große, nur wenige Meter außerhalb des
Ortes gelegene Scheune des K. Fr. Löffler (Küfer) stand in hellen Flammen.
Bis die Feuerwehr gerufen wurde, war es bereits zu spät, um von dem
Gebäude noch etwas retten zu können. Die Feuerwehr
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konnte nur noch die Aufgabe übernehmen, die in einiger Entfernung
stehenden Wohnhäuser des Karl Zechiel und August Egen vor einem
Übergreifen des Feuers durch Funkenflug zu schützen.
Ein bedeutungsvolles Ereignis, ein „Ehrentag für den VIII. Kreis und ein
Ruhmestag für unsere Wehr", wie es im Protokollbuch der Feuerwehr wörtlich
heißt, war für die Freiwillige Feuerwehr Grünwettersbach der 21. Deutsche
Feuerwehrtag im August 1932 in Karlsruhe. In Zusammenarbeit mit den Wehren
aus Blankenloch, Jöhlingen und Weingarten führten die Grünwettersbacher
eine mustergültige Übung vor, die als die beste Leistung des
Feuerwehrtages bezeichnet wurde.
In
den 20er und auch noch Anfang der 30er Jahre war es bei der Feuerwehr noch
der Brauch, alljährlich im Mai den „Florianstag" zu begehen. Im
Protokollbuch der Feuerwehr ist darüber folgendes zu lesen: „Am Sonntag,
den 7. Mai trat die Wehr morgens um 7 Uhr beim Gemeindesteinbruch an.
Dortselbst war ein großer Reisighaufen aufgeschichtet. Nach Entzündung
desselben wurden die beiden Minimax auf ihre Löschfähigkeit ausprobiert.
Nach einer kurzen Ansprache des 1. Kommandanten Lehmann über die Bedeutung
des Tages sowie über Feuerschutz und Feuerverhütung, rüstete sich die Wehr
zum gemeinsamen Kirchgang. Die daran anschließend angesetzte Übung mußte
wegen der schlechten Witterung ausfallen. Um 2 Uhr nachmittags fand vor
dem Rathaus ein Konzert der Feuerwehrkapelle statt, an welches sich ein
gemütliches Beisammensein anschloß." Das Gleichschaltungsgesetz des
Dritten Reiches hatte auch auf die Freiwillige Feuerwehr Grünwettersbach
seine Auswirkungen. In einer außerordentlichen Versammlung am 21. Juni
1933 wurde den anwesenden Wehrmännern die Verordnung des Innenministeriums
bekanntgegeben. Die darin enthaltenen Richtlinien veranlagten den
bisherigen 1. Kommandanten Josef Lehmann, sein Amt unverzüglich
niederzulegen. Bei der dadurch erforderlich gewordenen Neuwahl wurde der
bisherige 2. Kommandant Hermann Ruff zum 1. Kommandanten und Karl Durban
zum 2, Kommandanten gewählt. In Anbetracht seiner Verdienste wurde der
seitherige Kommandant J. Lehmann zum Ehrenkommandanten ernannt. Unter der
Beteiligung der Feuerwehren aus Durlach, Durlach-Aue, Busenbach,
Ettlingen, Grötzingen, Hohenwettersbach und der Fabrikfetierwehr
Gritzner-Kayser AG Durlach, sowie unter der Mitwirkung der
Feuerwehrkapelle/Instrumentalmusikverein, des Gesangvereins Sängerhain und
dem Ev. Kirchenchor feierte die Feuerwehr Grünwettersbach am 7. und 8.
Juli 1934 auf dem Turnhallenplatz des ASV ihr 10jähr. Stiftungsfest. Das
Fest begann am Samstagabend im Festzelt mit einem Bankett. Am
darauffolgenden Nachmittag fand zuerst eine Übung statt und anschließend
ging es in einem Festzug durch die Dorfstraßen zum Festplatz. Die
Begrüßung der Gäste nahm Kommandant Ruff und Bürgermeister Faas vor. Die
Festrede hielt Hauptlehrer Feuerstein. Im Protokollbuch ist vermerkt, daß
das gesamte Fest, begünstigt durch herrliches Wetter für den Verein sehr
zufrieden verlief. Aufgrund einer Verfügung der Reichsregierung und des
Badäschen Landesverbandes der Feuerwehren aus dem Jahre 1934 sollten die
Wehren umgruppiert werden und zwar je nach Stärke und Ausstattung in
Löschzüge und Löschabteilungen. Entsprechend dieses Erlasses mußte eine
Neueinteilung der Feuerwehren vorgenommen werden. Feuerwehrleute, die das
Alter von 60 Jahren überschritten hatten, mußten der Reserve überschrieben
werden. In die Feuerwehr konnte nur noch aufgenommen werden, wer das 30.
Lebensjahr noch nicht überschritten hatte.
Lapidar steht darüber im Protokollbuch: „Durch Verfügung des Badischen
Landesverbandes sollen die Wehren umgruppiert bzw. verjüngt werden und
zwar je nach Stärke und Geräte in Löschzüge und Löschabteilungen. Die
Einteilung soll nach eingesandten Musterformularen erfolgen."
in
der Folge war nun nicht mehr vom Wehrkommando und dem Kommandanten,
sondern von Führerrat und vom Wehrführer die Rede. Im Jahre 1937 erfolgte
die Eingliederung der Freiwilligen Feuerwehr in die Feuerlöschpolizei.
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Wegen Erreichen der Altersgrenze schied der 1. Kommandant, nunmehr mit der
neuen Bezeichnung Oberbrandmeister, Hermann Ruft, am 24. April 1937 von
seinem Amt aus. Die Generalversammlung wählte daraufhin Brandmeister Karl
Höger zum neuen Wehrführer. Am 13. August 1937 wurde der vom Landesverband
ernannte und vom Ministerium de* Innern bestätigte Führer der Wehr Karl
Höger durch Bürgermeister und Polizeiverwalter Faas offiziell in sein Amt
eingeführt.
Von der damals bestehenden Feuerwehr waren gemäß einer Aufstellung vom 1.
August 1938 zur Bekämpfung eines Waldbrandes folgende Wehrmänner
eingeteilt: Oberbrandmeister Karl Höger; Brandmeister Wilhelm Pfeil; die
Wehrmänner Emil Link, Gottfried Link, Friedrich Link, Karl Rohrer, Karl
Kögel, August Kappler, Karl Wackenhut und August Faas, beim letzteren
befand sich das Alarmsignal für einen Waldbrand. Zur Hilfsmannschaft der
Feuerwehr gehörten: Wilhelm Hutmacher, Karl Kögel, Karl Preiss, Erwin
Müller, Ewald Scheuerer, Hermann Göbel, Wilhelm Kögel, Karl Egen, Leopold
Löffler, Oskar Kappler (Heinrich's Sohn), Karl Faas (August's Sohn), Erwin
Löffler, Wilhelm Hermann (Wilhelm's Sohn), Wilhelm Lichtenberger, Willi
Kappler (Schreiner), Oskar Kappler (Adler), Wilhelm Hermann (Karl's Sohn),
Christian Merklinger und Gustav Rohrer. An Gerätschaften verfügte die
Feuerwehr am 20. November 1936 über eine fahrbare Handdruckspritze, ein
Hydrantenwagen, ein Schlauchwagen, ein Handwagen, zwei Feuerlöscher, ein
Verteiler, drei Standrohre, vier Strahlrohre, drei Hydrantenschlüssel,
drei Steigleitern, eine Schiebeleiter, zwei Hakenleitern, drei Feuerhaken,
350 m Schlauch, hundert Pechfackeln, 250 Pechkränze, 4 Pechkranzständer, 6
Übergangsstücke, 1 Übergangsstück für die Spritze, 10 Schlauch-halter, 1
Tragbahre, 2 Sturmlaternen, verschiedene Steigleitern und 2 Gasmasken.
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Von den Jahren zwischen 1939 und 1945 weiß man lediglich, daß die
Feuerwehr Grünwettersbach durch die Einberufung der jungen Wehrmänner zur
Wehrmacht stark dezimiert wurde. Über Einsätze der Feuerwehr zum Löschen
von Bränden durch Kriegseinwirkungen oder aus anderen Ursachen liegen
keine Niederschriften vor.
Die letzten Eintragungen im Protokollbuch der Feuerwehr datieren unter dem
24. Juni 1939 und beginnen dann erst wieder am 2. Dezember 1945 über eine
Tagung der Feuerwehr in Fischweier im Albtal. Offenbar konstituierte sich
bei dieser Tagung, die vom Kreiskommandanten Kehrbeck aus Ettlingen
geleitet wurde, auch das neue Wehrkommando der Freiwilligen Feuerwehr
Grünwettersbach, das wie folgt angegeben wird: 1. Kommandant August
Konstantin, 2. Kommandant Wilhelm Kappler, Schriftführer Karl Mössinger,
Kassier Wilhelm Ostermeier, Gerätewart Karl Berger, Vereinsdiener Leopold
Rohrer, Zugführer Heinrich Berger, Fritz Link, Karl Henkenhaf und August
Schmidt. Bei dieser Versammlung wurde hervorgehoben, daß man gemäß dem
Spruch: „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr" den Geist, wie er vor 1933
geherrscht hatte, wieder einführen wolle.
Um
die Feuerwehr Grünwettersbach wieder zu einer leistungsfähigen Wehr
auszubauen, war es notwendig, vor allem junge Männer aus der Gemeinde der
Feuerwehr zuzuführen. Aus diesem Grunde wurden am 3. 1. 1947 von dem
damaligen Bürgermeister Wilhelm Ostermeier alle Männer im Alter von 17 bis
45 Jahren in das Rathaus eingeladen. Dem Appell des Bürgermeisters folgten
16 Männer, unter ihnen auch einige Neubürger, die in die Feuerwehr
Grünwettersbach eintraten. In der ersten protokollierten Jahreshauptver
Sammlung nach dem 2. Weltkrieg, am 12. April 1947 im Gasthaus Adler, wurde
die Wehrverwaltung formgerecht neu gewählt. Das Kommando, wie es seit dem
2. Dezember 1945 bestanden hatte, wurde von der Versammlung bestätigt.
Lediglich an die Stelle des bisherigen 2. Kommandanten Wilhelm Kappler
trat nunmehr Leopold Eiermann. Im Dezember 1947 wurde beschlossen, für
die Motorspritze einen neuen Transportwagen sowie für die 45 Wehrmänner
neue Bekleidung und Stiefel zu beschaffen.
Im
Jahr© 1949 hatte die Feuerwehr eine Mitgliederstärke von 97 Mann. Ein Jahr
später als ursprünglich geplant, beging die Feuerwehr in den Tagen vom 24.
bis 26. Juni 1950 ihr 25jähriges Stiftungsfest auf dem Wiesengelände an
der südlichen Herrenstraße.
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Am
20. 6. 1951 erhielt die Wehr von der Firma Metz einen neuen Gerätewagen.
Nach einer Bauzeit von etwa 1 Jahr konnte die Feuerwehr im Jahre 1982 in ihr
neues Gerätehaus in der Quellenstraße 1 einziehen.
Mit
zunehmender Ausrüstung der Feuerwehr in den Jahren nach dem Kriege war dfe
Raumfrage für die Wehr immer kritischer geworden. Das Gerätehaus, bisher im
rückwärtigen Anbau des Rathauses untergebracht, genügte den Anforderungen
nicht mehr. Die Gemeindeverwaltung und der Gemeinderat waren sich dessen
bewußt, daß die Feuerwehr in einem neuen Gerätehaus untergebracht werden muß.
Um diesen Plan zu verwirklichen, wurde von dem Anwesen Quellenstraße 1 das
inzwischen in Gemeindebesitz übergegangen war, die Scheune abgebrochen. Auf
diesem dadurch freigewordenen Platz wurde das neue Gerätehaus errichtet. Die
feierliche Einweihung des Gerätehauses geschah am 7. Juli 1962 im Rahmen
einer groß angelegten Übung mehrerer Feuerwehren im Bereich der Kirchstraße
und des Kirchstaiges. Die Schlüsselübergabe von dem Planer und Architekten
Wilhelm Löffler an den Kommandanten der Feuerwehr Edwin Höger wurde in einer
Feier im Anschluß an die Übung im Clubhesm des FC Phönix vorgenommen. Am
31. August 1964 ging für die Grünwettersbacher Feuerwehr ein lange gehegter
Wunsch in Erfüllung. An diesem Tag erhielt die Wehr ein neues
Tanklöschfahrzeug (TLF 16) mit einem Fassungsvermögen von 2400 Liter Wasser.
Die offizielle Übergabe des Fahrzeugs fand am 18. September 1964 durch
Kreisdirektor Emmel vom Land ratsam t Karlsruhe in Anwesenheit von
Kreisbrandmeister Kehrbeck, Bürgermeister Link, dem Gemeinderat, der
gesamten Wehr und unter der Mitwirkung des Instrumental-Musikvereins statt.
Nach
18jähriger verantwortungs- und aufopferungsvoller Arbeit traten zum
Jahresende 1966 der 1. Kommandant Edwin Höger und zugleich auch der 2.
Kommandant; Karl Bessler, der 13 Jahre als solcher fungiert hatte, aus
gesundheitlichen Gründen von ihren Ämtern zurück. In der darauffolgenden
Jahreshauptversammlung am 16. Januar 1967 wurde zum 1. Kommandanten Heinz
Mössinger und zu seinem Stellvertreter Herbert Rabold gewählt. Die ständigen
Bemühungen der Feuerwehr, neue Mitglieder, vor allem solche, die zu aktivem
Dienst bereit sind, zu bekommen, und weiter auch für den erforderlichen
Nachwuchs zu sorgen, waren im Jahre 1966 und 1967 von einigem Erfolg
gekrönt. Es gelang der Wehrleitung eine Anzahl von Jugendlichen für die
Sache der Feuerwehr zu gewinnen und sie innerhalb einer Jungmannschaft unter
Gruppenführer Manfred Link gesondert auszubilden. Im Januar 1968 konnten
neun junge Feuerwehrmänner durch Bürgermeister Link verpflichtet werden. Es
waren dies: Jürgen Konstantin, Rolf und Walter Freiburger, Hans Pfeil,
Karlheinz Lutz, Walter Bantow, Bernhard Hinz, Roland Tomczyk und Norbert
Löffler. Heinz Mössinger, der vor seiner Bestellung zum 1. Kommandanten in
der Wehr als Gruppenführer tätig war und der mit Geschick und Umsicht die
Wehr in der kurzen Zeit seiner Kommandantentätigkeit geführt hatte, verstarb
am 6. Februar 1971 an einem plötzlichen Herztod. Erneut mußte die
Freiwillige Feuerwehr Grünwettersbach einen 1. Kommandanten nominieren. Die
Wahl fiel am 14. März 1971 mit einem großen Vertrauensbeweis der Wehrmänner
auf Gruppenführer Manfred Link, der seither dieses Amt des Kommandanten inne
hat.
Die
Freiwillige Feuerwehr Grünwettersbach hat sich in den zurückliegenden Jahren
zu einer einsatzfähigen und schlagkräftigen Wehr ausgebildet, die sich immer
mehr darauf einrichtet, nicht nur bei Brandunfällen sondern auch zu
technischen Hilfeleistungen eingesetzt zu werden.
Zum
Jahresende 1973 gehörten der Wehr 42 Aktive an. Zwölf Mitglieder umfaßt die
Altersmannschaft.
Zur
Ausrüstung der Wehr gehört neben dem Schlauchmaterial, den Strahlrohren,
Standrohren, Pickeln und den neuerdings zugelegten ölanzügen ein
Tanklöschfahrzeug (TLF 16), 1 TS A (Anhänger), eine ausfahrbare
Anhängeleiter (AL 18), drei Atemschutzgeräte und eine Sprechfunkeinrichtung.
G.
Löffler
weiter zu Einsätze Grünwettersbach
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