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Evangelische Kirche Grünwettersbach


Am Sonntag, 13. September 2009:  "Tag des offenen Denkmals"
Die evangelischen Kirchen in Grünwettersbach und Palmbach sind für Besucher geöffnet

 

Denkmaltag (IV) (am Sonntag, 13. September): Karlsruher Kirchen zeigen ihre Kostbarkeiten

Die Waldenserkirche in Palmbach ist von 11.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet. Um 14.30 Uhr findet eine Führung mit Orgelmusik statt.

Die evangelische Kirche in Grünwettersbach ist am Tag des offenen Denkmals, Sonntag, 13. September, ab 11.00 Uhr - nach Ende des Gottesdienstes - bis 18.00 Uhr zu besichtigen.
Das Besucherprogramm eröffnet um 11.15 Uhr der Organist Markus Biel, der die Orgel vorstellt. Otto Gruschwitz gestaltet weitere Führungen um 13.00, 15.00 und 17.00 Uhr, sowie nach Bedarf.
Individuelle Besichtigungen an anderen Tagen können Interessierte mit dem Pfarramt vereinbaren unter Telefon 201 37 00.

Dieser Bericht wurde entnommen aus den BNN, Ausgabe vom 28.08.2009, Seite 17.
Von unserem Redaktionsmitglied Kirsten Etzold (BNN)

 

Achteckiges Kleinod steht im Zentrum der Aufmerksamkeit

Taufstein in Grünwettersbach ist über 600 Jahre alt

Eine Galerie in L-Form überspannt das helle Rund der Saalkirche. Darunter zieht grob strukturiertes Mauerwerk in der Schmalseite des Raums den Blick auf sich. Es ist das sorgsam restaurierte Gemäuer des Kirchturms, eines alten Wehr- und Fluchtturms wohl aus dem elften Jahrhundert, dem ältesten Teil der evangelischen Kirche Grünwettersbach. Sie thront zwischen dem steilen Kirchstaig und der Straße Am Steinhäusle, im Volksmund ehemals auch „Totengaß" genannt, hoch über der Ortsdurchfahrt. Die bewegte Geschichte des Sakralbaus, seine erhaltenen und umfassend restaurierten Details sind zu erleben am Tag des offenen Denkmals, der in diesem Jahr „Historische Orte des Genusses" würdigt. Sachkundig wird Otto Gruschwitz aus der Kirchengemeinde die Besucher führen, zudem stellt der Organist Markus Biel sein Instrument vor und gestaltet ein kleines Konzert. Ähnliches bieten am 13. September ein rundes Dutzend weiterer Karlsruher Kirchengemeinden anlässlich des Denkmaltags. (Siehe auch „Orte geistigen Genusses".)

Im Mittelpunkt des Grünwettersbacher Gotteshauses steht seit der grundlegenden Umgestaltung des Kircheninneren im Jahr 1996 der achteckige Taufstein. Er ist über 600 Jahre alt. Die eingravierte Jahreszahl - 1491 in gotischen Ziffern - lässt die Pfarrerin Brigitte Weisbrod gern von Konfirmanden enträtseln. „Die zweite Ziffer ist eine offene oder halbe Acht, also eine Vier", verrät sie. Auf diese Lösung kämen Kinder immer wieder von selbst, berichtet sie. Zu den Kleinodien der Kirche zählt auch die
hölzerne Kanzel aus der Zeit um 1780. Roland Link, der zum großen Team der aktiven Helfer und Geländepfleger gehört, führt interessierte Besucher aber auch gern in den Hof der Kirche. Dann zeigt er das Gebälk des Treppenaufgangs zum Turm: ausgezeichnete Handwerksarbeit aus dem Jahr 1911 im neogotischen Stil. So traumhaft der Blick über das sommerliche Höhendorf Grünwettersbach ist - vom romanischen Kirchturm aus, der nach Hirsauer Vorbild entstand, wird ihn so bald kein Besucher genießen. „Den Turm innen zu betreten, ist viel zu gefährlich. Der Auf gang ist steil und nicht zu begehen", erklärt die Pfarrerin. Nur Experten wie Link sehen viermal im Jahr nach dem Rechten. Daher ist auch bekannt, dass zumindest zeitweise das Graue Langohr, eine stark bedrohte Fledermausart, dort zu Hause war. Auch Eulen hausen in dem uralten Turm. „Es gibt so viel über die Kirche zu erzählen, das nirgendwo geschrieben steht", schwärmt Link. Und Gruschwitz ergänzt: „Es wäre schön, wenn uns eine Stiftung beim Erhalt unterstützen würde."
 

 

 

 


Evangelische Kirche Grünwettersbach
 


Waldenserkirche Palmbach

 

 

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