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900 Jahre BADEN

Wir befinden uns im Jahre 2012 nach Christus. Ganz Baden feiert das 900-jährige Jubiläum...
Ganz Baden? Nein! Zwei von unbeugsamen Badenern bevölkerte Dörfer feiern nicht mit,
denn  Grünwettersbach und Palmbach sind erst seit 206 Jahren dabei.
Das Leben war nicht leicht für die schwäbischen Legionäre,
die bis 1806 als württembergische Besatzung in den befestigten Lagern von Grünwettersbach und Palmbach,
umringt von lauter Badenern, lagen …

Zur Badischen Geschichte von Grünwettersbach und Palmbach

Wettersbach 206 Jahre in BadenEin wichtiges Ereignis unserer Ortsgeschichte fiel in das Jahr 1806. In einer Aufzeichnung des Gemeindearchives liest man, dass am 19. Oktober 1806 "Grünwettersbach von seiner Königlichen Majestät von Württemberg Friedrich dem II. an Baden-Durlach vertauscht" wurde. Ab diesem Tag an waren Grünwettersbach und Palmbach badisch, zugehörig nun zu der nahen Amtsstadt Durlach. (Quelle: www.karlsruhe.de)

Daher wurde bei uns im Jahr 2006 erst das Jubiläum "200 Jahre Baden" gefeiert. Denn am 17. oder 19. Oktober 1806 wurden die ehemals württembergischen Dörfer Grünwettersbach und Palmbach im Zuge eines Tauschgeschäftes dem Land Baden zugeschlagen. So wurde aus uns Schwaben vor etwas über 200 Jahre Badener.
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Auszüge aus dem Originaltext des Tauschvertrages:

Quelle: www.documentarchiv.de

- Was sodann B. die alten Tauschhandlungen anlangt, so tritt:
Art. 4.  Die Krone Würtemberg an das Großherzogthum Baden ab:
Die Ortschaften Altlußheim, Neulußheim, Waldangeloch zur Würt. Hälfte, Unteröwisheim, Gochsheim, Bannbrücken, Grünwettersbach, Palmbach, Mutschelbach, Nußbaum und Nordweil im Breisgau, unter ausdrücklichem Vorbehalt der noch nachzuholenden Evalvationen der ehemaligen Deutschordens-Zehnten in Grünwettersbach und Mutschelbach.

Sodann an einzelnen Gefällen:

 

1) sämmtliche altwürtembergischen Cameral-Gefälle in altbadischen Landen, einschließlich einiger Pfarrgefälle, nach dem im J. 1805 gefertigten und der Grßh. Badischen Commission übergebenen Verzeichniß;wovon jedoch die darin zwar ebenfalls benannten, aber zur Cession nicht mehr geeigneten Kgl. Würtembergischen Gefälle im Conzenbergischen nunmehr zurückgezogen und nicht an Baden abgetreten werden;
2) sämmtliche zum Kgl. Würtembergischen Kirchengut gehörige Gefälle in den alt- und neubadischen Landen, nach der tabellarischen Berechnung v. 26. Juni 1804;
3) die Kgl. Würtembergische Pflege zu Pfullendorf mit allen Zugehörden;
4) das ehemalige Helmstädtische Einsechstel Zehnten zu Oestringen;
5) die Reebgüter zu Markdorf und Hedingen.


 

Heute sind wir froh BADENER sein zu dürfen.

Wir gratulieren dem Land Baden und allen Gemeinden die 900 Jahre dabei sind, recht herzlich zu ihrem Jubiläum.