Fledermäuse
Bei
Sonnenuntergang, wenn die Schwalben ihre Jagd nach Insekten beenden und
wieder in ihre Nester zurückkehren, erscheinen am Himmel die Fledermäuse.
Sie jagen vor allem Käfer und Nachtfalter.
Fledermäuse
sind unter Naturschutz stehende Säugetiere, die stark im Bestand zurückgegangen
sind. Alle 22 bei uns vorkommenden Fledermausarten stehen auf der
„Roten Liste" und müssen unbedingt geschützt werden. Sie nehmen
in den Lebensräumen unserer Landschaft eine besonders wichtige Rolle
ein. Neben dem Ziegenmelker und einigen Eulenarten sind sie die
einzigen nachtaktiven Insektenjäger. Daraus wird auch ihre Bedeutung
für die biologische Schädlingsbekämpfung deutlich, der in der
belasteten Umwelt eine immer größere Wichtigkeit zukommt.
Fledermäuse
sterben aus, weil wir sie ihrer Nahrung (Insekten) berauben und
Quartiere in Häusern, Kellern, Höhlen und alten Bäumen beseitigen.
Nach
dem Erwachen aus dem Winterschlaf im März oder April zieht es die
Tiere in ihre meist bis zu 100 km entfernten Sommerquartiere. Wie
Beringungsfunde gezeigt haben, können auch Wanderflüge bis 1000km
entstehen. Fledermäuse schlafen bei normalem Quartierangebot am Tag
in Baumhöhlen, hinter Baumrinden, in und an Gebäuden. Auf Dachböden hängen
Sie gern unter dem First sowie an Schornsteinen wo sie sich wärmen können.
Auch in Kellern, hinter Mauerlöchern und Spalten werden sie
angetroffen. Beliebte Quartiere sind Kirchtürme. Da diese Verstecke
heute im geordneten Wirtschaftswald und an modernen Gebäuden selten
geworden sind, leiden unsere Fledermäuse an großer Wohnungsnot.
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