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Waldenserort Palmbach
La Balme gegründet 1701

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Das Ausflugsziele für die ganze Familie

Das Waldensermuseum "Henri-Arnaud-Haus" 
in Ötisheim - Schönenberg, bei Pforzheim

 

Auch Palmbacher Geschichte ist im Waldensermuseum zu sehen.

Im Jahre 1701 haben die Waldenser, die aufgrund ihres evangelischen Glaubens aus den Tälern nahe der heutigen französisch-italienischen Grenze vertrieben wurden, hier eine neue Heimat gefunden und die Gemeinde La Balme - heute Palmbach - gegründet.

Eine Gruppe von Siedlern, die aus dem Pragelatal stammten, kamen im Jahre 1698 nach Hessen (heute Mörfelden – Walldorf). Nach ca. drei Jahren zog der größte Teil der Gruppe weiter nach Württemberg und Baden, hierunter waren auch die Palmbacher Waldenser.

28 Waldenserfamilien mit 111 Personen erhielten am 4. Februar 1701 von der württembergischen Regierung die Erlaubnis sich auf dem verwilderten Ackerland zwischen Grünwettersbach und Stupferich, sowie Langensteinbach anzusiedeln. Sie gründeten den Waldenserort Palmbach.

Insgesamt wurden Ende des 17. Jahrhunderts ca. 2.800  französischen Waldenser aufgrund des Ausweisungsediktes vom 1. Juli 1698 durch Viktor Amadeus II., Herzog von Savoyen, aus ihrer Heimat vertrieben. Zur Erinnerung an die Waldenser wurde in Ötisheim - Schönenberg bei Pforzheim ein Waldensermuseum eingerichtet. Dort finden Sie auch viele interessante Informationen über die Geschichte von Palmbach.

Schönenberg, in reizvoller Landschaft am Rande des Strombergs gelegen, ist auch eine Gründung der Waldenser, die Ende des 17. Jahrhunderts nach Deutschland kamen. Das Museum befindet sich im 1701 erbauten Wohnhaus des Waldenserpfarrers Henri Arnaud (1643-1721), welches im Besitz der Deutschen Waldenservereinigung e. V. ist. Es wurde 1939 als Zentrum der Deutschen Waldenser und als Erinnerungsstätte eröffnet. Die ständige Ausstellung zeichnet anhand von Dokumenten, Bildern und Texten die wechselvolle Geschichte der Waldenserbewegung nach, vom Aufbruch im Spätmittelalter, der Verfolgung durch die Inquisition, dem 1532 erfolgten Übertritt zur Reformation, der Ausweisung der französischen Waldenser aus Savoyen 1698 bis zu ihrer Ansiedlung in Deutschland und der Neuordnung ihrer Gemeinschaft unter Führung Henri Arnauds. Das Leben in den ehemaligen deutschen Waldenserkolonien ist ebenso dargestellt wie das Werk der kleinen italienischen Waldenserkirche.

Besondere Aufmerksamkeit wurde der Bedeutung des Waldenserpfarrers Henri Arnaud gewidmet, dessen Grab sich in der gegenüberliegenden Kirche befindet.

Zum Objektbestand gehören Erinnerungsstücke, Mobiliar und Gebrauchsgegenstände, Trachten, landwirtschaftliche Arbeitsgeräte, Geräte zur Flachsbearbeitung und Strumpfwirkerei aus den neugegründeten deutschen Waldenserdörfern. Darüber hinaus wird auf den von Arnaud in Württemberg eingeführten Kartoffelanbau hingewiesen. Eine eigene Abteilung zeigt sakrale Gegenstände, Bibeldrucke, eine Gesangbuchsammlung sowie Zeugnisse des Kirchenliedguts der Waldenser.

Ein interessantes Ausflugsziel sicht nur für Waldensernachkommen. 
Der Besuch des Waldensermuseum lässt sich mit dem einer Wanderung auf dem "Waldenserweg" verbinden.

Der Eintritt zum Museum ist frei.

Weitere Informationen auch im Stadtwiki Karlsruhe.

 


 

Hervorragende Lektüre:
Ein neuer Katalog informiert über die Ausstellung im Waldensermuseum in Ötisheim- Schönenberg

Immer wieder äußern Besucher des Waldensermuseums im Henri-Arnaud-Haus den Wunsch, die Texte der Ausstellung in einem Heft nachle­sen zu können. Nun liegt ein Katalog vor, der Inte­ressierte umfassend informiert.

Anlässlich der 300-Jahr-Feier zur Ansiedlung der Waldenser in Deutschland entwickelte Dr. Albert de Lange eine Wanderausstellung, die seitdem im Museum zu besichtigen ist. Sie zeichnet die Geschichte der Waldenserbewegung von den Anfängen im Mittelalter bis in die Gegenwart nach.

Die Texte und Bilder beleuchten, wie ein wohlhabender Bürger von Lyon, Valdes, die Glaubensgemein­schaft im 12. Jahrhundert gründete, die sich schnell über Europa ausbreitete. Hilfreich für das Verständnis sind die Vergleiche zu anderen Gruppen: Hussiten, Katharer und Franzis­kaner. Während der Orden des Franz von Assisi vom Papst akzeptiert wurde, teilten die anderen Bewegungen das Schicksal der Waldenser: Sie wurden als „Ketzer" abgestempelt und hatten immer wieder unter Verfolgungen zu leiden.

Dabei spielten auch politische Interessen eine wichtige Rolle. Vertreibungen, Massaker, Flucht und Rückkehrversuche sind traurige Weg­marken der Geschichte, bis schließlich ein Großteil der Waldenser aus dem Piemont eine neue Heimat in Deutschland fand.

Diese bewegte Entwicklung beschreibt der reich bebilderte Katalog in leicht verständlichen Texten. Die Orte, in denen die Waldenser Aufnahme fanden, werden allesamt vorgestellt. Informationen über die heutige Situation der Waldenserkirche in Italien und Südamerika sowie Hinweise zu weiteren Sehenswürdigkeiten des Museums runden die Publikation ab. Sie eignet sich auch hervorragend zur vorbereitenden Lektüre und weckt das Interesse für das Museum in Schönenberg. Denjenigen, denen die wissenschaftliche Literatur zu umfangreich ist, bietet der Katalog einen guten Überblick über die Geschichte und Gegenwart der Waldenser.
Der Museumskatalog kostet 2,50 Euro.

Martin Brückner

weiter: Sanierungsbedarf im Henri-Arnaud-Haus

Quelle: Text aus „Der Deutsche Waldenser“ Ausgabe Juni 2005

 

Adresse

Öffnungszeiten                          

Öffnungszeiten                          

 

75443 Ötisheim - Schönenberg
Henri-Arnaud-Straße 27

Tel.: 07041/7436
Fax: 07041/863677

info(at)waldenser.de


Museum:
Dienstag und Sonntag 
14 - 17 Uhr 
und nach Vereinbarung

Gruppenführungen nach Vereinbarung, bitte im Büro anmelden.

Vom 1. bis 31. August Dienstags geschlossen.
Vom 15. Dezember bis 15. Januar ist das Museum geschlossen.

 

Bibliothek:
nach Vereinbarung

 

Anfahrt:

Anfahrt am besten über Pforzheim - Mühlacker - Ötisheim - Schönenberg.
"Waldensermuseum" ist beschildert.

 

Führungen:

  • Allgemeine Gruppenführungen 2,50 € je Person, 
    mind. jedoch 50,- € je Führung und Gruppe
  • Führungen für Schulklassen 
    20,- € pauschal je Führung
  • Führungen für Konfirmandengruppen sind kostenfrei.

 

Büro:
Dienstag und Donnerstag
9.00 - 11.00 Uhr
Nachmittags geschlossen.

 

 

Waldensermuseum.Henri-Arnaud-Haus
Henri-Arnaud-Str.27
D - 75443 Ötisheim-Schönenberg

 

Die Deutsche Waldenservereinigung benötigt Spenden zur Fortführung ihrer Arbeit

Wir bitten Sie herzlich um eine Spende für die Erfüllung unserer Aufgaben, die uns die Unterhaltung des Henri-Arnaud-Hauses auferlegt. Kosten, wie sie jeder kennt, müssen auch durch die Deutsche Waldenservereinigung als Träger des Hauses erfüllt werden können. Versicherungen, Strom, Wasser, Personalkosten etc. Nur so sind wir in der Lage unser Henri-Arnaud-Haus als das „Schatzkästlein“ der Waldenser in Deutschland zu erhalten und die einzigartige Bibliothek immer wieder bei Gelegenheiten zu ergänzen

Konto-Nummer der Deutschen Waldenservereinigung e.V.: 981 079, BLZ 666 500 85, Sparkasse Pforzheim Calw.

Bitte geben Sie auf dem Überweisungsträger Ihre Mitgliedsnummer an (Adressaufkleber des DDW) oder Name und vollständige Anschrift. Die Spende ist steuerlich abzugsfähig.

(Dieser Text wurde entnommen von www.waldenser.de)

Die Deutsche Waldenservereinigung e.V.

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