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Kreisbrandmeister Rudolf Link

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Kreisbrandmeister Rudolf Link

Zur Erinnerung an Rudolf Link, der vor 45 Jahren tödlich verunglückte

Rudolf-Link-StraßeSeit Sommer 2008 gibt es in Palmbach die "Rudolf-Link-Straße".  40 Jahre nach dem tragischen Unfalltod von Rudolf Link, wurde im neuen Palmbacher Gewerbegebiet Winterrot zur Erinnerung eine Straße nach ihm benannt.

Mit dieser Namensnennung wird ein weiterer Punkt denkwürdige Daten und Geschehnisse der jüngeren Palmbacher Geschichte festhalten. Der ehemalige Kreisbrandmeister bleibt durch die zukünftige überregionale Bedeutung des neuen Palmbacher Gewerbeparks, mit seinem Straßennamen, auch über den Stadt- und Landkreis Karlsruhe in Erinnerung.

Im neuen Palmbacher Gewerbegebiet werden auf 19 Gewerbegrundstücken bauwillige Unternehmen angesiedelt.

Wir gedenken unserem Palmbacher Mitbürger und Kreisbrandmeister des Landkreises Karlsruhe Rudolf Link, der am 08. Juni 1968 seinen schweren Verletzungen, die er sich als Einsatzleiter bei einem Feuerwehreinsatz zugezogen hatte, erlag.

Rudolf Link war in den Morgenstunden des 27. Mai 1968, zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr Ettlingen, bei einem Großbrand einer Lagerhalle der Ettlinger Firma Findeisen & Weber [heute: Findeisen GmbH], im Einsatz. Als eine Acetylenflasche infolge der Hitzeeinwirkung explodierte, wurde durch die Druckwelle ein Mauerstück aus einer Türfüllung herausgerissen. Herumfliegende Steine trafen den in unmittelbarer Nähe stehenden Kreisbrandmeister. Mit an der Unfallstelle noch nicht erkennbaren inneren Verletzungen wurde Rudolf Link in das Diakonissenkrankenhaus Rüppurr eingeliefert, wo er dann am 08. Juni, im Alter von 43 Jahren, verstarb.

 

Rudolf Link, KreisbrandmeisterRudolf Link wurde am 14. April 1925 in Freiburg geboren. Bereits als Kleinkind kam er nach Palmbach und wuchs bei seiner Tante, der Familie Sophie und Wilhelm Tron auf.  Er meldete sich als junger Mann zum freiwilligen Arbeitsdienst als Soldat bei der Marine. Im Laufe des Krieges kam er in Kriegsgefangenschaft, von der er im Jahre 1947 zurückkehrte.

Er war in zahlreichen Palmbacher Vereinen und Institutionen als treibende Kraft tätig. 
So trat er schon als junger Mann in die Freiwillige Feuerwehr Palmbach ein. Von 1953 bis 1955 war er stellvertretender Kommandant und anschließend bis 1966 erster Kommandant der Palmbacher Wehr. In seiner Amtszeit trat eine besonders positive Entwicklung in der Wehr ein. Er verstand es, eine große Anzahl junger Männer für den Dienst in der freiwilligen Feuerwehr zu gewinnen und auch bei der Sache zu halten. Es wurden zahlreiche Lehrgänge an der Landesfeuerwehrschule besucht, so dass binnen kurzer Zeit eine schlagkräftige und gut ausgebildete Mannschaft zur Verfügung stand. In besonderer Erinnerung ist vielen älteren Wehrmännern noch das 25-jährige Jubiläumsfest der Palmbacher Wehr im Jahre 1964, das unter seiner Regie organisiert wurde.

Rudolf Link wurde im Juli 1966 von den Kommandanten der 58 Freiwilligen Feuerwehren des Landkreises Karlsruhe als Nachfolger von Alfred Kehrbeck zum Kreisbrandmeister gewählt. Im August 1966 führte ihn Landrat Josef Groß bei der Kommandantentagung in Graben in sein neues Amt ein.

Am 16. Juli 1966 wurde im Rahmen einer Feierstunde ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug der Palmbacher Wehr übergeben. Am selben Tag übergab er sein Amt als Kommandant der Palmbacher Wehr an seinen Stellvertreter Julius Tron. (siehe Foto) Die Freiwillige Feuerwehr Palmbach, um deren Aufbau er sich große Verdienste erworben hatte, ernannte ihn zu ihrem Ehrenkommandanten.

Nach seiner Wahl zum ehrenamtlichen Kreisbrandmeister trat er in den hauptamtlichen Dienst des Landratsamtes, um dort die Aufgaben der Feuerschau und allen anderen mit der Feuerwehr zusammenhängenden Aufgaben zu übernehmen. Seine Arbeitsstelle bei einer metallverarbeitenden Firma in Durlach gab er auf.

In den knapp 2 Jahren seiner Tätigkeit als Kreisbrandmeister hatte er sich durch seine bescheidene, menschliche, sympathische Art viele Freunde erworben. Nicht nur bei den Feuerwehrleuten, sondern auch bei den Gemeindeverwaltungen und Bürgermeistern, mit denen er in dienstlicher Verbindung stand, war er eine respektierte Persönlichkeit. In Ausübung seiner Tätigkeit als Kreisbrandmeister starb Rudolf Link im 43. Lebensjahr. Er hinterließ seine Frau und seinen damals vierjährigen Jungen.

Nach seinem Tode übernahm sein Stellvertreter Horst Sattler aus Neureut kommissarisch die Aufgabe des Kreisbrandmeisters, bis sein Nachfolger Gerhard Wolf aus Jöhlingen gewählt war.

Nicht nur der Feuerwehr, auch dem Gesangverein "Harmonie" Palmbach hatte er sich besonders verschrieben. Er war ein begeisterter Sangesfreund. Bei der "Harmonie" begleitete er, - nach dem Besuch der Chorführerschule im Frühjahr 1953 - bis zu seinem Tode das Amt des Vizedirigent. Er organisierte zahlreiche gesellige Veranstaltungen der Harmonie.

Auch sportlich war er aktiv, so war er beim TSV Palmbach aktiver Turner und Fußball-Torwart. Rudolf Link war auch Gründungsmitglied des DRK Ortsvereines Palmbach im Jahre 1960.

Vielen älteren Palmbachern ist heute noch seine besonders gesellige Art in guter Erinnerung. Heute auf ihn angesprochen, kam von vielen Mitbürgern die Aussage: "Er war ein guter Witze-Erzähler - Er wusste immer einen!"

Er arbeitete auch lange Jahre als freier Mitarbeiter für die Badischen Neuesten Nachrichten und berichtete dort über die Geschehnisse in seinem Heimatort Palmbach.

Er hinterließ nicht nur bei seiner Familie, sondern auch in der Gemeinde Palmbach, bei den Feuerwehren und den örtlichen Vereinen eine große Lücke.
Zahlreiche Repräsentanten des öffentlichen Lebens, über tausend Feuerwehrleute und einige hundert weitere Trauergäste begleiteten ihn an Fronleichnam, am 13. Juni 1968 zu seiner letzten Ruhestätte auf dem Friedhof in Palmbach.

Rudolf Link

 

Hier finden Sie die Berichterstattungen aus den BNN: (.pdf)

BNN Bericht vom 28. Mai 1968 über Großbrand in Ettlingen

BNN Bericht vom 10. Juni 1968 über den Tod von Rudolf Link

BNN Bericht vom 14. Juni 1968 über die Beerdigung von Rudolf Link

BNN Bericht vom 09. Juni 1969 zum Gedenken an Rudolf Link

 

Bericht der Freiwilligen Feuerwehr Wettersbach zur Benennung der Rudolf-Link-Straße (pdf.)

 

 

13. Juni 1968: Trauerfeier und Beerdigung 16. Juli 1966: Fahrzeugübergabe und Ernennung zum Ehrenkommandanten

 


 

Zur Übersicht: "Straßennamen erzählen Geschichte"

 

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