Wir suchen Fotos für die Fotoausstellung „Rückblick auf das Jubiläumsjahr 2001“
325 Jahre Palmbach
Anlässlich des 325-jährigen Jubiläums der Ankunft der Waldenser in ihrer neuen Heimat möchten wir mit einer Fotoausstellung an dieses besondere Ereignis erinnern.
Viele Bürgerinnen und Bürger erinnern sich noch an das Jubiläumsjahr 2001, das mit zahlreichen Veranstaltungen über das gesamte Jahr gefeiert wurde. Besonders
in Erinnerung geblieben ist das große historische Dorffest: Bei diesem bisher größten Fest in Palmbach feierten die Einwohnerinnen und Einwohner zusammen mit den Palmbacher und mehreren Grünwettersbacher Vereinen zwei Tage lang mit Festbetrieb und historischen Ausstellungen und Aufführungen auf der Hauptdurchgangsstraße und den Nebenstraßen das Ortsjubiläum „300 Jahre Palmbach“.
Mit der geplanten Fotoausstellung, die in den Sommerferien in der Waldenserkirche stattfinden wird, wollen wir an das Jahr 2001 erinnern und die Erinnerungen an dieses besondere Jubiläumsjahr lebendig halten.
Hierzu suchen wir Ihre Fotos!
Da 2001 die digitale Fotografie gerade erst begann, befinden sich viele Bilder noch in privaten Fotoalben oder in den Archiven der örtlichen Vereine und Organisationen. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie uns Ihre Fotos – als Papierbild oder digital – für die Ausstellung zur Verfügung stellen würden.
Sollten uns viele Fotos aus dem Jahr 2001 erreichen, ist zusätzlich zur Fotoausstellung auch eine Multimedia-Vorführung aller Bilder möglich. Wir danken Ihnen im Voraus für Ihre Unterstützung und freuen uns darauf, mit Ihren Fotos das Jubiläumsjahr 2001 noch einmal lebendig zu machen.
Kontakt: Roland Jourdan, Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Vor 325 Jahren kamen die Waldenser nach Grünwettersbach
Fotoausstellung über das Jubiläumsjahr 2001 ist geplant
Vor 325 Jahren, an einem Mittwoch, dem 4. Mai 1701, trafen die protestantischen Waldenserflüchtlinge im lutherischen Grünwettersbach ein, das damals – ebenso wie Untermutschelbach – zum Herzogtum Württemberg gehörte.
Die Waldenser waren aus den Waldensertälern im heutigen Piemont vertrieben worden und hatten sich von 1699 bis 1701 vorübergehend in Mörfelden-Walldorf aufgehalten. Herzog Eberhard Ludwig von Württemberg nahm einen Teil der Flüchtlinge in seinem Land auf, da er nach den Verwüstungen und Bevölkerungsverlusten infolge der zahlreichen Kriege an der Ansiedlung neuer Einwohner interessiert war. Ein Teil der zuvor in Mörfelden-Walldorf angesiedelten Waldenser blieb dort und zog nicht weiter.
Die aus etwa 250 Personen bestehende Waldensergruppe wurde nach ihrer Ankunft auf mehrere Orte verteilt: 59 Personen kamen nach Untermutschelbach, 15 Familien mit insgesamt 78 Personen fanden im badischen Kleinsteinbach Aufnahme. 111 Personen verblieben zunächst in Grünwettersbach, die innerhalb des bestehenden Dorfes angesiedelt werden sollten. Erst 1702 kam es zu einer dauerhaften Lösung: Der Herzog von Württemberg ließ einen Teil der Gemarkung Grünwettersbach abtrennen und dort einen eigenen Waldenserkolonie anlegen. Diese Neugründung erhielt später den Namen Palmbach.
Die Waldenser in Untermutschelbach und zunächst in Grünwettersbach, später im neu gegründeten Palmbach, wurden in den ersten Jahren seelsorgerlich von den französischsprachigen reformierten Pfarrern aus Auerbach betreut. Den Waldensern in Kleinsteinbach war die Teilnahme an diesen Gottesdiensten jedoch nicht gestattet, da sie außerhalb des württembergischen Territoriums, nämlich im Markgrafentum Baden-Durlach, lebten. Ab 1720 hatten Palmbach und Untermutschelbach erstmals einen eigenen gemeinsamen Pfarrer.
Mit der Ankunft der Waldenser 1701 in Grünwettersbach und der Gründung Palmbachs im Jahr 1702 begann die bis heute prägende Geschichte der Waldensergemeinde Palmbach.
















